Der Fall um McLaren und die Unterlagen von Ferrari im Besitz von Mike Coughlan geht nun endgültig in die nächste Runde. Denn nach dem Schuldspruch ohne Strafe am vergangenen Donnerstag hat der nationale Automobilverband von Italien eine schriftliche Bitte an die FIA geschickt, den Fall wieder aufzunehmen. Max Mosley hat sich dieser Bitte angeschlossen und leitet den Fall nun an das Berufungsgericht des Weltverbands weiter. Der Vorstand des Automobile Club d'Italia (ACI) ist übrigens Luigi Macaluso, der bereits direkt nach dem Urteil vorige Woche seinen Unmut bekundete - und das als Mitglied des World Motor Sport Council.
Eines von Macalusos Argumenten in der Bitte an die FIA war, dass Ferrari selbst keine Beweise vorbringen konnte, wonach jemand Anderes als Mike Coughlan bei McLaren von den Unterlagen wusste. Laut Macaluso hätten sehr wohl mehrere Mitarbeiter von Coughlans Tätigkeiten gewusst. Mosley, der eine schriftliche Antwort an Macaluso richtete, meinte in seinem Schreiben, dass eine weitere Überprüfung der Sache auch wichtig für das öffentliche Vertrauen hinsichtlich des Ergebnisses sei. So schrieb Mosley: "Ich werde diese Angelegenheit unter Artikel 23.1 der FIA-Statuten zum FIA Berufungsgericht mit der Aufforderung senden, dass das Gericht Ferrari und McLaren, sowie jeden weiteren WM-Teilnehmer anhört, der das möchte und dass herausgefunden wird, ob die Entscheidung des WMSC [World Motor Sport Council] richtig war. Falls nicht, soll eine andere Entscheidung gefällt werden, die passend ist."

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