Donnerstag, 09. September 2010
Glossar
Was ist eigentlich ein... oder was bedeutet...
In der Autowelt wimmelt es nur so von Fachbegriffen. Mit dem Glossar von Kfz.de erhalten Sie den Durchblick.
Genauso wie in einem Auto-Lexikon.
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- H-Schaltung:
- Bei der H-Schaltungen liegen die Gänge in Form eines H's nebeneinander. Im Gegensatz dazu das sequenzielle Getriebe, bei den die Gänge hintereinander angeordnet sind.
- Halogenlampe:
- Glaskolben, der eine Glühwendel aus Wolframdraht und ein Gasgemisch mit Halogenverbindungen (meist Jod- oder Bromverbindungen) enthält. Die Halogene sorgen dafür, dass sich die Glühwendeln (Quer- oder Doppelwendel) durch chemische Prozesse regenerieren können.
- Hardtop:
- Das Hardtop ist ein festes Dach für ein Cabrio oder einen Roadster. Es besteht aus einem festen Teil und besitzt eine integrierte Heckscheibe. Durch das Hardtop wird das Cabrio wintertauglich, da das "solidere" Dach mehr Schutz gegen Wasser und Schnee bietet und die Heckscheibe meist auch beheizbar ist.
- Hochenergiebatterie:
- Batterie mit einem hohen Energieinhalt aus einem effizienten Energiespeicher, damit besonders geeignet für Elektrofahrzeuge.
- Hochleistungsbatterie:
- Batterie mit einer hohen Leistungsfähigkeit aus einem effizienten Leistungsspeicher und einer guten Lade-/Entladedynamik, damit besonders geeignet für Hybrid- und Brennstoffzellen-Fahrzeuge.
- Homogener Magerbetrieb:
- Motorbetrieb mit gleichmäßig durchgemischtem Kraftstoff-Luft-Gemisch bei Luftüberschuss
- Hybridantrieb:
- Zwei Antriebsprinzipien - etwa Diesel- und Elektromotor; die sich einander hinsichtlich Schadstoffminimierung und Reichweite ergänzen.
- Haftpflichtschaden:
- Im Haftpflichtschadensfall ist der Unfallverursacher verpflichtet, dem Unfallopfer gemäß § 249 BGB den Schaden zu ersetzen, den er unfallbedingt erlitten hat. Der Unfallgeschädigte ist so zu stellen, wie er stehen würde, wenn der Unfall nicht eingetreten wäre. Im Haftpflichtschadenfall tritt Kraft Gesetzes an die Stelle des Schädigers die Haftpflichtversicherung des Unfallbeteiligten (§ 3 Pflichtversicherungsgesetz). Beim Haftpflichtschadensfall werden Schadenersatzansprüche geltend gemacht. Hiervon klar zu unterscheiden, sind vertragliche Ansprüche aus der eigenen Kaskoversicherung.
- Hauptfälligkeit:
- Das ist der Jährlich wiederkehrende Termin, zu dem ein neues Versicherungsjahr beginnt. Bei den Jahresverträgen der Autoversicherung ist das fast immer der 1. Januar. Wer einen neuen Vertrag mitten im Jahr abschließt, bezahlt seine Prämie erst mal nur anteilig bis zum 31. Dezember.
- Hauptbremszylinder:
- Der Hauptbremszylinder wandelt die Bremspedalbewegung in Hydraulikdruck um. Die Betätigung des Bremspedals beruht auf dem Hebelprinzip: Die niedrige Pedalkraft wird durch den Hauptzylinder um ein Vielfaches erhöht. Die so erzeugte Hydraulikkraft wird über eine sich verzweigende Hauptleitung den einzelnen Radzylindern zugeleitet. Der Hauptbremszylinder (oder Tandemhauptzylinder) ist mit einer selbsttätigen Nachfülleinrichtung ausgerüstet, die stets für gleiches Flüssigkeitsvolumen und gleichen Vordruck im Trommelbremssystem und Drucklosigkeit im Scheibenbremssystem sorgt. Diese Aufgaben erfüllen die Ausgleichsbohrung sowie das Bodenventil. Bei Scheibenbremsen wird ein Spezialbodenventil benötigt. Bei der Mischbauweise mit Scheiben- und Trommel-Bremsen ist außerdem ein Vordruckventil erforderlich. Im Hauptzylinder überfährt der Kolben bei seiner Bewegung mit seiner Primärmanschette die Ausgleichsbohrung zum Ausgleichsbehälter und drückt über das innere Ventil des Bodenventils Bremsflüssigkeit in das geschlossene Leitungssystem.
- Hosenträgergurt:
- Der Hosenträgergurt (Rucksackgurt) wird an vier Punkten am Fahrzeug verankert. Er bietet gegenüber dem Dreipunktgurt zusätzliche Sicherheit, ist aber für den Benutzer unbequemer und beeinträchtigt Rücksitzpassagiere durch die Befestigung der innenliegenden Gurte in der Fahrzeugmitte; er ist daher nur beim Motorsport verbreitet.
- Hubraum:
- Der Hubraum eines Motors errechnet sich aus dem Rauminhalt eines Zylinders, der zwischen dem oberen Punkt der Zylinderkopfinnenseite (oberer Totpunkt) bis zum unteren Umdrehpunkt (unterer Totpunkt) des Kolbens reicht, mal der Anzahl der Zylinder. Die Hubraumangabe im Kfz-Schein bezeichnet immer den gesamten Motorhubraum. Der gesamte Hubraum eines Motors ist für dessen maximale Leistungsabgabe von größter Bedeutung. Allerdings besteht keine lineare Abhängigkeit von Hubraum zur Leistung, sprich: ein Motor mit 2.000 cm³ Hubraum wird nicht automatisch doppelt so "stark" wie einer mit 1.000 cm³ - auch wenn die Einspritzung oder andere leistungsbedeutsamen Teile angepasst werden - da die entstehenden Fliehkräfte masseabhängig sind. Als Beispiel sei hier ein 500cm³ Rennmotorradmotor aufgeführt, der momentan über 200 PS leistet, zu einem 3.000 cm³ Formel 1 Motor, der "nur" ca. 850 PS abgibt. Die derzeitige technische Ausgereiztheit beider Motoren ist vorausgesetzt. Im normalen Motorbau werden die Unterschiede noch wesentlicher, da man hier auf weniger teure Materialien zurückgreifen muss. Als Langhuber werden Motoren bezeichnet, deren Zylinderdurchmesser kleiner ist, als der Kolbenweg ( Bewegung des Kolbens vom oberen Totpunkt bis zum unteren). Langhubige Motoren verfügen über ein relativ besseres Drehmoment, als kurzhubige Motoren , da der längere Weg des Kolbens sowohl ein besseres Übersetzungsverhältnis zu einer Umdrehung darstellt, als auch der Explosion des Luftgasgemischs mehr Zeit zur Verfügung steht, die Leistung zu entfalten. Berechnung: Hubraum = Zylinderquerschnitt X Hub X Anzahl der Zylinder. Zylinderquerschnitt = (Zylinderbohrung² x3,14) / 4 Hub = Länge zwischen oberem Totpunkt und unterem Totpunkt Der gesamte Hubraum eines Motors ist für dessen maximale Leistungsabgabe von größter Bedeutung. Allerdings besteht keine lineare Abhängigkeit von Hubraum zur Leistung, sprich: ein Motor mit 2.000 cm³ Hubraum wird nicht automatisch doppelt so "stark" wie einer mit 1.000 cm³ - auch wenn die Einspritzung oder andere leistungsbedeutsamen Teile angepasst werden - da die entstehenden Fliehkräfte masseabhängig sind.
- Hydraulische Motorlager:
- Die Aufgabe hydraulischer Motorlager ist es, Schwingungen, Geräusche und Bewegungen des Motors bei Lastwechseln nicht auf die Karosserie zu übertragen. Hydraulische Motorlager arbeiten besonders effektiv und zeichnen sich unter anderem durch ihre Langlebigkeit aus. Gummilager, die auch noch eingesetzt werden, sind den hydraulischen Motorlagern in ihrer Leistung weit unterlegen.
- Halbautomatik:
- ein Getriebe, bei dem der Fahrer nicht mehr kuppeln, aber noch die Gänge schalten muss. Meistens sorgt ein Drehmomentwandler dafür, dass jedoch auch weniger als beim Schaltgetriebe geschaltet werden muss, z.B. ist das Anfahren auch aus einem höheren Gang heraus möglich, die Halbautomatik schaltet beim Anfahren automatisch in den niedrigen Gang.
- Halkettenfahrzeuge:
- Fahrzeuge mit Rädern an der Vorderachse (gelegentlich auch an einer Hinterachse) und angetriebenen Ketten hinten.
- Handbremse:
- richtig ist der Begriff Feststellbremse (die kann auch fußbetätigt sein oder per Hebel und Knopfdruck ausgelöst werden). Die Feststellbremse muss von der Bremsanlage, die über das Bremspedal betätigt wird unabhängig arbeiten. Bei PKW wirkt sie meistens auf die Hinterräder.
- Handgas:
- a) Bei Motoren mit Vergaser die Betätigung des Chokes, dabei wird die Drosselklappe des Vergasers in eine Stellung gebracht, die der Fahrer für angemessen hält. Meistens nur bei kaltem Motor für eine kurze Strecke nötig. b) Bei den früheren Automobilen wurde das Gasgeben oft von Hand erledigt. Ein Gaspedal fehlte, dafür gab es Hebel oder Knöpfe an Lenkrad, Lenkgestänge oder am Armaturenbrett.
- Hardtop:
- nachträglich aufsetzbares Dach für einen Roadster.
- Hatchback:
- ein Auto mit Fließheck und Heckklappe. Fehlt die Heckklappe, ist es ein Fastback.
- Heckmotor:
- im Heck eingebauter Motor. Einige der ersten Automobile hatten Heckmotor. Bis zum Zweiten Weltkrieg spielten Heckmotoren nur eine geringe Rolle. Autos mit Heckmotor hatten ihre große Zeit zwischen ca. 1950 und 1975 (Renault 4 CV, VW Käfer, Fiat 500 und Fiat 600, Simca 1000 u.a.).
- Heizbirne:
- bei luftgekühlten PKW-Motoren (z.B. VW Käfer und BMW 700) wird warme Luft in birnenförmigen Gehäusen erwärmt. Dazu dienen die heißen Abgase. Die so erzeugte Warmluft dient zur Wärmeversorgung der Heizung.
- Heizung:
- in europäischen Autos (außer teuren Limousinen und Luxusautos) sind Heizungen serienmäßig erst seit ca. 1950 eingebaut worden und das oft nur gegen Aufpreis. Bei wassergekühlten Motoren wird die Warmluft dem Kühlkreislauf entnommen, bei luftgekühlten Motoren wird die Warmluft in Heizbirnen erzeugt.
- HKZ:
- Hochspannungs-Kondensator-Zündung. Arbeitet mit kontaktloser Thyristorsteuerung, seit ca. 1980 auf dem Vormarsch und derzeit das häufigste System.
- Hockenheim:
- die heute fast 7 km lange Strecke wurde 1939 in Betrieb genommen und 1966 erstmal komplett umgebaut.
- Horn:
- die ersten Autos hatten noch keine Hupe, wie bei der Postkutsche stieß der Fahrer ins Horn, so dass dieser Begriff später auch für die Hupe benutzt wurde.
- HP:
- Horse Power, englisch für Pferdestärke. War früher in England und einigen Ländern auch die Einheit für die Besteuerung von Kraftfahrzeugen (auch Steuer-PS genannt). Automodelle wurden deshalb oft mit "HP" und der Anzahl der PS bezeichnet, denn die Anzahl der PS informierte den Käufer auch über die steuerliche Belastung des Fahrzeuges. Analoger Begriff in Frankreich ist CV (cheval-vapeur).
- Hub:
- allgemein der Abstand zwischen den beiden Umkehrpunkten einer geradlinigen, hin- und hergehenden Bewegung, wie sie der Kolben im Zylinder ausführt.
- Hubraumleistung:
- auch Literleistung genannt, ist der Quotient aus maximaler Nutzleistung und Gesamthubraum eines Motors. (Angabe in kw/l - früher PS/l).
- Hubraum statt Spoiler:
- Durchaus kein dummer Spruch. Motoren mit großem Hubraum und im Verhältnis zum Hubraum geringer Kilowattzahl bieten auch im Zeitalter moderner Motoren noch viele Vorteile, u.a. Langlebigkeit.
- Hybridantriebe / Hybridauto:
- Fahrzeuge, deren Motoren zwei verschiedene Kraftstoffe (meistens Benzin und Gas) nutzen können oder Autos, die mit zwei Energiequellen (Benzin und Elektrizität) betrieben werden können.