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Die Viper' wurde als modernes Muscle-Car entwickelt. Während manche behaupten, der AC Cobra 427 sei die Quelle der Inspiration gewesen, ist das letztendlich vorgestellte Fahrzeug zu groß und zu schwer, um mit den leichten und kompakten Sportwagen Carroll Shelbys verglichen zu werden. Der erste Prototyp wurde im Dezember 1989 getestet. Das Debüt war 1991 der Einsatz als Pace-Car beim Rennen von Indianapolis, 1992 schließlich kam die Viper RT/10 als offener Roadster in die Verkaufsräume. Das geschlossene Coupé, Viper GTS genannt, folgte 1993 als Concept Car. Ein interessantes Feature war die Double Bubble-Dachkontur mit zwei Auswölbungen, die das Fahren mit Helm erleichterten. Die Fahrleistungen machten das Auto interessant für Amateure und Profi-Rennfahrer. In Amerika werden Viper gerne für Beschleunigungsrennen und Drift-Wettbewerbe verwendet. Der Motor, ursprünglich als Lkw-Motor entworfen, wurde von Chrysler mit Hilfe der damaligen Tochterfirma Lamborghini überarbeitet, der Motorblock und die Zylinderköpfe aus Aluminium gefertigt und die Leistung gesteigert. Der Motor hat zehn Zylinder, was 1992 für Pkw ungewöhnlich war. Heute gibt es z. B. von BMW, Audi und Lamborghini ebenfalls Fahrzeuge mit Zehnzylinder-Motor. Der fertige Motor leistete 300 kW (408 PS), hatte 664 Nm Drehmoment und war, dank der langen Getriebeübersetzung, überraschend sparsam: ca. 11,2 l/100 km nach US-Verbrauchsrichtlinie; der tatsächliche Verbrauch kann jedoch je nach Fahrweise zwischen 15 und 47 Litern betragen. Die Karosserie wurde hauptsächlich aus GFK-Teilen und Aluminium gefertigt. Typisch für amerikanische Sportwagen ist die Bauweise der Viper (Motor vorne, Antrieb hinten) und der Verzicht auf elektronische Fahrhilfen, wie ABS, ESP und Traktionskontrolle. Trotzdem schaffte die Viper die legendäre Viertelmeile in 12,9 s und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 264 km/h. Zum Modelljahr 1996 wurde die Leistung des Achtliters auf 421 PS erhöht; ab Mitte 1996 kam zusätzlich zum Roadster RT/10 das Coupé Viper GTS ins Programm, anfangs aber nur in Dunkelblau mit weißen Zierstreifen lieferbar. Ab Modelljahr 1998 leistete der Zehnzylinder 456 PS; damit war das strömungsgünstigere GTS-Coupé 295 km/h schnell. Ebenfalls ab 1998 entfielen die Sidepipes; bis auf das Rennmodell hatten alle Varianten eine am Heck mittig sitzende, zweiflutige Abgasanlage. 1999 erschien als Basismodell für den Clubrennsport die Viper ACR (American Club Racing) mit serienmäßigem Überrollbügel und auf 467 PS gebrachtem Motor. Ab 2002 war ABS in allen zivilen Viper-Versionen Teil der Serienausstattung. Viele Tuningfirmen nahmen sich der Viper an und erhöhten die Leistung weiter; genannt sei hier als Beispiel das Modell Venom der US-amerikanischen Tuningfirma Henessey. Bis einschließlich 1998 wurden weltweit 8.468 Viper verkauft, davon 1.802 GTS. In Europa wurden sie unter dem Markennamen Chrysler angeboten. Quelle: wikipedia.de |