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Holden Commodore Der Holden Commodore ist ein seit 1978 von dem australischen Automobilhersteller Holden angebotenes Modell der Mittelklasse. Holden ist die australische Depencance des US-amerikanischen Konzerns General Motors. Ab 1989 basierte das Holden-Oberklassemodell Holden Statesman auf der Plattform des damaligen Commodore, ferner von 2001 bis 2006 das Coupé Holden Monaro. Holden Commodore, Serie VB (1978/79) 1978 führte Holden als Nachfolger der knapp fünf Meter langen Modelle der Baureihe HZ (Holden Belmont/Kingswood/Premier) den kompakteren Commodore ein. Dieser entsprach weitgehend dem Opel Commodore C, besaß allerdings Holden-eigene Motoren und Getriebe, die bereits im HZ verwendet worden waren. Im einzelnen waren dies Reihensechszylinder von 2,85 und 3,3 Liter Inhalt und 4,2- und 5,0-Liter-V8-Motoren; getriebeseitig kamen Vierganggetriebe oder eine von Holden Trimatic genannte Dreigang-Automatik zum Einsatz. Der Commodore gewann auf Anhieb den Titel Auto des Jahres, den das australische Fachblatt Wheels vergibt. Der Wagen galt als fortschrittlich und signalisierte eine Abkehr von den traditionellen Autos der Fünfmeter-Klasse, die Holden, Ford und Chrysler in Australien seit Beginn der siebziger Jahre produziert hatten. Lieferbar waren der Basis-Commodore, der Commodore SL und der Commodore SL/E, jeweils als viertürige Limousine und fünftüriger Kombi. Holden Commodore, Serie VC (1980/81) Im März 1980 präsentierte Holden die Serie VC, die sich vom VH durch kosmetische Details und die Einführung einer elektronischen Zündung unterschied. Das Basismodell hieß jetzt Commodore L. Neu im Programm war zudem eine Vierzylindervariante des Commodore, die sich in Australien selbst nur bescheiden verkaufte. Der 1,9-Liter-Motor hatte nichts mit dem hubraumgleichen Opel-Vierzylinder zu tun, sondern stellte eine um zwei Zylinder verkürzte Version des 2,85-Liter-Sechszylinders dar. Die Vierzylinderversion wurde wegen ihres Mangels an Kraft gescholten, war aber in einigen Exportmärkten recht beliebt und blieb bis Ende der achtziger Jahre im Angebot. Holden Commodore, Serie VH (1981-84) Die Serie VH erschien Ende 1981 und erhielt ein größeres Facelift ohne technische Änderungen. Neu waren ein Fünfganggetriebe für die Modelle mit Vierzylinder und dem 2,85-Liter-Sechszylinder, ferner die Ausstattungsstufe SL/X, die zwischen dem jetzt SL genannten Grundmodell und der Spitzenversion SL/E angesiedelt war. In letzterem zählten Tempomat und Bordcomputer jetzt zur Serienausstattung. Holden Commodore, Serie VK (1984-86) Der 1984 eingeführte Commodore der Serie VK besaß nicht mehr die Karosserie des Opel Commodore C, sondern diejenige des Opel Senator A mit sechs Seitenfenstern in überarbeiteter Gestalt. Antriebsseitig standen der Vierzylinder, der 3,3-Liter-Sechszylinder mit Vergaser oder Einspritzung und der 5,0-Liter-V8 zur Verfügung. Die Ausstattungsstufen hießen jetzt Executive, Berlina und Calais anstelle von SL, SL/X und SL/E. Vom VK gab es erstmals Sondermodelle unter der Bezeichnung Vacationer; eine Sitte, die Holden bis in die neunziger Jahre beibehielt. Holden Commodore, Serie VL (1986-88) Der im März 1986 vorgestellte Commodore VL war ein VK mit umfassendem Facelift und der letzte der "kompakten" Commodore. Die Linienführung fiel insgesamt rundlicher aus als beim Vorgänger, in den Kofferraumdeckel war eine kleine Spoilerlippe integriert. Der Calais erhielt Klappscheinwerfer. Basismotor im VL war ein 155 PS starker, von Nissan stammender Dreiliter-Reihensechszylinder; die eigenen Sechszylindermotoren ließen sich nicht auf das mittlerweile in Australien eingeführte bleifreie Benzin umstellen. Auch die elektronisch gesteuerte Viergangautomatik, die anstelle des Holden-Fünfganggetriebes erhältlich war, stammte von Nissan. Im Herbst 1986 erschien zudem eine Turbo-Variante des Nissan-Motors (Typ RB30ET) mit flüssigkeitsgekühltem Garrett-Turbolader. Mit neuen Kolben, niedrigerer Verdichtung und geänderter Nockenwelle leistete dieses Triebwerk 204 PS. Diese Version war bis zu 220 km/h schnell und besaß stärkere Bremsen mit vorderen Girlock-Bremszangen aus der Chevrolet Corvette. Im Oktober 1986 folgte der VL mit Fünfliter-V8 und Vierfachvergaser. Der V8 war gegenüber dem Vorgänger stärker und leistete 166 PS bei 4400/min und bot ein maximales Drehmoment von 323 Nm. Der VL litt an Qualitätsproblemen, vor allem führte die mangelhafte Windschutzscheibendichtung zu Wassereinbruch und Rostbildung unter der Scheibe. Die Karosseriequalität war ebenfalls nicht die beste und einige Teile der Innenausstattung wirkten recht billig. Vom Commodore VL entstanden insgesamt 151.801 Exemplare. Quelle: wikipedia.de |