Audi bestes Firmenjahr - Aber Verkauf in Deutschland geht zurück
Absatzkrise kaum spürbar
Audi hat in den ersten sechs Monaten mit 389 970 weltweit ausgelieferten Automobilen das bisher beste Verkaufsergebnis in der Unternehmensgeschichte erzielt. Das sind 0,6 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Der Umsatz stieg dabei um 7,7 Prozent auf das Rekordniveau von 12 328 Millionen Euro.
Die Flaute am Kfz-Markt bekamen auch die Ingoldstädter zu spüren. Der Absatz auf dem deutschen Markt ist sank um 5,7 Prozent, nur 114 169 Automobilen wurden in der Bundesrepublik an den Käufer gebracht. Bei AUDI hofft man allerdings, dass der neue Audi A6 und der Audi A3 Sportback, die im September auf den Markt kommen, das Gesamtergebnis bis zum Jahresende verbessern.
Der Automobilverkauf der Tochtergesellschaft Lamborghini hat sich mit 922 Fahrzeugen nahezu vervierfacht. Produziert wurden in den ersten sechs Monaten insgesamt 401 632 Automobile (plus 6,2 Prozent) und 780 354 Motoren (plus 12,6 Prozent).
In 8 von 20 Märkten Westeuropas wurden Verkaufsrekorde erzielt. Deutlich mehr Autos wurden in Osteuropa verkauft, Japan verzeichnet ein Plus von 8,2 Prozent. In China dagegen sank der Absatz leicht um 1,3 Prozent, in den USA sogar um 7,6 Prozent.
Das Problem sehr labiler Märkte und des harten Wettbewerbs kennt man auch bei AUDI. Dennoch wurde die Belegschaft im Audi Konzern um 0,9 Prozent auf 53 042 Mitarbeiter erhöht. Wenn mehr Fahrzeuge abgesetzt werden, will Audi weitere Arbeitsplätze schaffen.