
Audi bringt ab Mitte 2008 die laut eigenen Angaben "weltweit sauberste Dieseltechnik" in Serie. Die neuen TDI-Motoren mit "ultra low emission system" kombinieren die Leistung und Durchzugskraft moderner TDI-Triebwerke mit besten Verbrauchswerten und niedrigen Emissionen. So sollen sie bereits zum Serienanlauf die strengsten Grenzwerte unterbieten, die künftig in Europa zu erwarten sind. Der neue TDI ist für Audi ein wesentlicher Teil der integrierten Technologie-Strategie. Die Ingolstädter setzen aber nicht nur auf sauberere Diesel-Triebwerke, sondern auch auf Hybrid-, Erdgas- und Ethanol-Motoren.
Audi startet seine konsequente TDI-Strategie 2008 mit dem Dreiliter-V6 im Audi A4 und Audi Q7. Mit jeweils 176 kW (240 PS) und dem überragenden Drehmoment von 500 Nm im Audi A4 oder 550 Nm im Audi Q7 zeigen sie die für einen Audi typische souveräne Dynamik bei vergleichsweise niedrigen Verbrauchswerten. Zusätzliche Modelle werden zügig folgen, bis 2010 will Audi die neue Technologie in weiteren Fahrzeug- und Leistungsklassen anbieten.
So haben die Ingenieure der Dieselmotoren-Entwicklung bei Audi für diese jüngste TDI-Generation ein ganzes Bündel innovativer Maßnahmen kombiniert: Das neue Piezo Common Rail-System mit 2.000 bar Einspritzdruck, die hoch effiziente Abgasrückführung sowie die optimierte Aufladung bringen deutlich gesenkte Motor-Rohemissionen. Ein Highlight sind die weltweit erstmals eingesetzten Brennraumsensoren, die eine noch präzisere Regelung der Verbrennungsvorgänge im Motor ermöglichen - eine weitere Innovation von Audi.
Endgültig zum sauberen Hightech-Diesel wird die neueste TDI-Generation durch das nachgeschaltete ultra low emission system. Es reduziert die Stickoxidemissionen um bis zu 90 Prozent. Zum Betrieb des ultra low emission system wird AdBlue genutzt, eine biologisch abbaubare Zusatzlösung. Sie wird in minimaler Dosierung vor dem DeNOx-Katalysator eingespritzt. Das komplette ultra low emission system besteht aus Katalysator, Dosiermodul, AdBlue-Tank und beheizten Leitungen sowie einer umfassenden Sensorik. Der zusätzliche Oxidationskatalysator und der hoch wirksame, geregelte Dieselpartikelfilter komplettieren das umfassende Abgasreinigungssystem.
Dennoch kann für spezifische Anforderungen und für einzelne Märkte auch ein Hybridsystem gefragt sein. Audi entwickelt Hybridsysteme für mehrere Baureihen und wird sie in Serie bringen, soweit sich dadurch überzeugende Vorteile für die Kunden ergeben. Bereits 2005 präsentierte Audi als Studie den Audi Q7 hybrid mit einem im Antriebsstrang zwischen Motor und Getriebe integrierten Elektromotor. Als sogenannter Vollhybrid kann der Audi Q7 sowohl allein mit dem Benzin- oder mit dem Elektromotor fahren wie auch die Kraft aus beiden Motoren kombinieren. In Ausrollphasen oder beim Bremsen wird kinetische Energie in elektrische umgewandelt, in die Batterie gespeist und bei Bedarf in Vortrieb umgewandelt.
Weltweit gewinnen alternative Kraftstoffarten zunehmend an Bedeutung. So wird beispielsweise Erdgas in verschiedenen Ländern immer stärker als CO2-ärmerer und kostengünstigerer Energieträger genutzt. Audi hat hier ein Konzept für den Einsatz von CNG (Compressed Natural Gas) entwickelt. Es basiert auf dem TFSI-Motor und behält auch im Erdgasbetrieb seine Stärken wie etwa den kräftigen Durchzug bei. Daher lässt sich bei CNG-Betrieb die Verbesserung der CO2-Bilanz um bis zu 20 Prozent ohne Einschränkung an Fahrspaß genießen. Zudem erlaubt das innovative Package trotz Erdgastank die volle Nutzung von Gepäckraum und Variabilität.
Dasselbe gilt für den Ethanol-Antrieb von Audi. Er ist so ausgelegt, dass er Kraftstoff mit bis zu 85 Prozent Ethanol-Anteil nutzen kann - wiederum ohne Einbußen an Dynamik und Sportlichkeit. Dennoch fällt die CO2-Bilanz eines solchen Antriebs bei Verwendung von Bioethanol der 2. Generation um rund 75 Prozent günstiger aus als beim Verbrauch von herkömmlichem Kraftstoff auf Erdölbasis.