Ob das letzte Kapitel im am vergangenen Donnerstag verhandelten Fall gegen McLaren bereits geschrieben wurde, ist noch offen. So hieß es einerseits laut eines Ferrari-Sprechers zwar, dass es die Regeln nicht erlauben, gegen die Entscheidung des World Motor Sport Council Berufung einzulegen, andererseits will man weiter alle möglichen rechtlichen Optionen ausschöpfen, die man findet. Und laut Bernie Ecclestone scheint es solche zu geben. So ist der Formel 1-Boss zwar nach wie vor der Meinung, dass die ganze Affäre Nonsens ist und hofft auch darauf, dass sie vorbei ist, doch gegenüber dem Boulevard-Blatt
News of the Worldsagte er: "Wenn Ferrari glaubt, dass die falsche Entscheidung getroffen wurde, dann haben sie jedes Recht, in Berufung zu gehen und ich denke, das werden sie."
Was Ferrari etwas mehr Zündstoff gegeben haben dürfte, war die erste Reaktion von Council-Mitglief Luigi Macaluso, der am Donnerstag meinte: "Juventus würde für weniger in die Serie B geschickt." Zwar reagierte die FIA schnell auf diese Äußerungen und betonte, die Entscheidung sei einstimmig gefallen, viel mehr Ruhe hat das Ganze aber nicht in die Sache gebracht. Ecclestone glaubt jedenfalls, dass eine Berufung von Ferrari nicht viel ändern würde. "Ich denke nicht, dass es am Ende einen Unterschied in der WM machen wird", erklärte er. Für Norbert Haug scheint die Sache ohnehin erledigt. Während des DTM-Wochenendes in Zandvoort gab er sich ruhig: "Jede Berufung hätte genau das gleiche Ergebnis. Ich bin nicht besorgt. Wir sind sauberer als sauber."

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