Ferrari hatte nach dem Schuldspruch ohne Strafe gegen McLaren vergangene Woche angekündigt, weiter die rechtlichen Mittel zu prüfen und gegebenenfalls weitere Schritte zu setzen. Wie die
Gazzetta dello Sportberichtet, ist dies nun anscheinend geschehen und Ferrari will gegen McLaren Anzeige wegen Spionage erstatten. So sei ein sechsseitiges Dokument bereits verfasst und werde wohl am Dienstag der Staatsanwaltschaft in Modena vorgelegt, war zu lesen. Die Anzeige hätte zur Folge, dass eine Untersuchung seitens der Staatsanwaltschaft gegen McLaren in die Wege geleitet wird. Ferrari wird sich erhoffen, dass daraus neue Beweise hervorgehen, die zeigen, dass McLaren doch Gebrauch von den Informationen gemacht hat, die Mike Coughlan zugespielt worden waren. Für das Aufkommen solcher Beweise hatte der World Motor Sport Council angekündigt, doch noch eine Strafe auszusprechen, die bis zum Ausschluss aus der WM führen könnte.
Währenddessen wartet der ehemalige Ferrari-Chefmechaniker Nigel Stepney auf seine Vernehmung durch die FIA. Dort will er wie angekündigt seinen Namen reinwaschen und damit seine Zukunft im Motorsport absichern. Außerdem will er sich dem Staatsanwalt in Modena stellen, um auch dort seine Sicht der Dinge darzulegen. Gegen Stepney wird im Moment wegen der Informationsweitergabe an McLaren ebenso ermittelt, wie wegen des angeblichen Sabotageversuches vor dem Rennen in Monaco. Sollte er für schuldig befunden werden, könnte er eine Haftstrafe von bis zu vier Jahren auferlegt bekommen.

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