Fernando Alonso verkündete in Ungarn nicht nur seinen Frieden mit Lewis Hamilton und Ron Dennis, sondern auch, dass er sich nicht genügend belohnt fühle, für das, was er dem Team gebracht habe. Derlei Aussagen konnte Norbert Haug, so wie Ron Dennis, nicht ganz nachvollziehen. So meinte der Mercedes Sportchef: "Das hilft nicht und ich habe das Zitat gesehen und den Eindruck, der entstanden ist. Wir sollten darauf nicht antworten. Es war klarerweise eine Emotion." So arbeiten bei McLaren alle hart und würden am gleichen Strang ziehen. Alonso sei nach zwölf Rennen doch recht zufrieden, fünf Punkte hinter dem Führenden zu sein, erklärte Haug weiter. "Das sind die Statistiken und das ist realistisch."
So würde seiner Meinung nach eine Sache wie in Ungarn wohl für Schlagzeilen sorgen, aber man habe sich darum bemüht, das alles wieder aufzufangen. "Und aus Management-Sicht war das eine gute Arbeit", betonte er. Er ist sich aber durchaus bewusst, dass es trotz der erledigten Ungarn-Fehde immer einige Spannungen im Team geben wird. "Es wird immer angespannt sein, wenn man um den ersten Platz in der Weltmeisterschaft kämpft. Das ist sicher. Es ist aber gut, in so einer Position zu sein", sagte er.

Foto: Sutton