Auto Glossar N

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Stichwortsammlung Auto - Buchstabe N

Nachlauf:
Mit Nachlauf bezeichnet man, in der Seitenansicht betrachtet, die Neigung der Vorderrad-Schwenkachse nach hinten, oder anders ausgedrückt: die Schrägstellung der Radaufhängung in Fahrzeuglängsrichtung, wobei die Räder sozusagen gezogen werden.
Der Effekt ist vergleichbar mit dem eines Teewagens, bei dem sich die Räder automatisch so stellen, dass sie gezogen werden. Bei hohen Geschwindigkeiten sorgt der Nachlauf für die Richtungsstabilität (Geradeauslauf) eines Fahrzeugs, er verhindert das Flattern der Vorderräder und bewirkt eine Rückstellung der Lenkung nach Kurven.
Nachspur:
Die Spur kennzeichnet, von oben betrachtet, die Stellung der Räder zueinander. Stehen sie vorn enger zusammen als hinten, spricht man von Vorspur. Stehen die Räder hinten enger zusammen, haben sie Nachspur. Eine Nachspur reduziert bei Fronttrieblern die Einflüsse von Antriebskräften in der Lenkung, während bei Wagen mit Hinterradantrieb eine "Vorspur" eingestellt ist. Die Reibung zwischen Rad und Straße will auf jeder Seite die Räder nach außen wegdrücken, aber die Kräfte des Frontantriebs sind bestrebt, die Räder zusammenzudrücken. Beim Hineinlenken des Wagens in eine Kurve geht die nur wenig negative Spur durch die Anordnung von Lenkgestänge und Radaufhängung mehr in Nachspur über: Das kurveninnere Rad schwenkt stärker herum als das äußere. Dies ist natürlich notwendig, weil das innere Rad einen engeren Kreis beschreibt. Damit verbunden ist eine Unterstützung der Lenkbewegungen und Lenkkräfte.
Notrufsäulen:
sie stehen in regelmäßigen Abständen (ca. 2 km) am Fahrbahnrand von Autobahnen. Über die Notrufsäulen erreicht man die für diesen Autobahnabschnitt zuständige Dienststelle der Autobahnpolizei. Pfeilmarkierungen auf den Begrenzungspfählen am Fahrbahnrand zeigen an, in welche Richtung die nächste Säule zu finden ist.
Nürburgring:
ca. 40 km westlich von Koblenz in der Eifel gelegene Rennstrecke , rund 23 km lang. Der Ring wurde 1927 mit der Austragung des zweiten Grand Prix von Deutschland eröffnet. 1977 wurden die Formel 1-Rennen auf den Hockenheimring verlegt.
Nichtselbsttragenden Karosserie:
Der Aufbau der nichtselbsttragenden Karosserie besteht aus einem System stabartig miteinander verschweißter Teile mit einer nichttragenden Außenbeplankung (Skelettbauweise, Gerippebauweise).Sämtliche Teile des Wagens werden auf diesem Rahmen, das so genannte Chassis, befestigt. Die Hauptbestandteile des Chassis sind zwei große Längsträger, die früher aus Holz, später aus Stahlrohr oder Stahlprofilen, zum Beispiel U-Formen, gefertigt wurden. Diese parallelen Längsträger, die über die gesamte Länge der Wagen reichte, waren durch Traversen verbunden und bildeten ein festes starres Gefüge. Motor, Kupplung, Getriebe, Kraftübertragung und Differenzial, Lenkung, Aufhängung und schließlich die Karosserie mit samt der Innenausstattung werden auf diese schweren Träger montiert. Hohes Gewicht, geringere Festigkeit und wesentlich geringere Sicherheitszonen haben die nichtselbsttragende Karosserie aus dem Pkw-Bau völlig verdrängt.
Niederquerschnittsreifen:
Von Niederquerschnittsreifen wird gesprochen, wenn die Verhältniszahl Reifenhöhe kleiner als 80% zu der der Reifenbreite ist. Dieses Verhältnis wird in der Reifenangabe z.B. 205/55 ausgedrückt.
In diesem Fall ist die Höhe des Reifen 55% der Breite, sprich 112,75 mm.
Nebelscheinwerfer:
dürfen vorn nur paarweise und unterhalb der Hauptscheinwerfer am Auto montiert werden. Sie haben Blenden, die dafür sorgen, dass das Licht nach unten fällt und nach oben abgeschattet wird (direktes Anstrahlen starken Nebels mit Nebelscheinwerfern würde zur Lichtreflexion im Nebel und Selbstblendung des Fahrers führen). Nebelscheinwerfer leuchten also vor allem die Fahrbahn von unten aus und sorgen für eine bessere Ausleuchtung des Straßenrandes.
Nebelschlußleuchten:
die Leuchtfläche ist in Deutschland auf 140 cm² begrenzt, die Leuchtstärke von 300 Candela darf nicht überschritten werden, sie müssen an der linken Fahrzeugseite montiert werden und dürfen nicht höher als ein Meter über der Fahrbahn montiert sind. Für den Betrieb der Nebelleuchte muss es eine Kontroll-Lampe am Armaturenbrett geben. Benutzt werden dürfen sie nur bei starkem Nebel mit sichtweiten unter 50 Metern. Wegen des starken Blendeffektes dürfen Nebelschlußleuchten bei anderen schlechten Sichtverhältnissen nicht benutzt werden.
Nutzungsausfall:
Der Geschädigte, der kein Ersatzfahrzeug anmietet, hat grundsätzlich Anspruch auf Geldentschädigung im Sinne von § 249 Abs. 2 BGB für die Entziehung der Nutzungsmöglichkeit seines beschädigten Pkw`s. Die Höhe der Nutzungsausfallentschädigung bemisst sich u. a. nach der Reparaturdauer. Der konkrete Tagessatz kann bspw. der Nutzungsausfallentschädigungstabelle "Sanden, Danne, Küppersbusch" entnommen werden. Der Kfz-Sachverständige wird im Schadengutachten die technische Einordnung des Fahrzeuges für den Nutzungsausfall vornehmen.
Navigationssystem:
Ein satelliten- und computergestütztes Elektroniksystem, mit dem, anhand von GPS-Daten und einer elektronischen Straßenkarte, der exakte Standort eines Fahrzeugs ermittelt wird und eine Fahrtroute errechnet werden kann. (weitere Infos zu Navigationssystem))
NEFZ
Neuer europäischer Fahrzyklus: seit 1996 gesetzlich vorgeschriebener Zyklus zur Emissions- und Verbrauchsmessung von Kraftfahrzeugen.
Nockenwelle:
Was tut man nun, damit die Ventile sich im richtigen Augenblick öffnen und schließen? Die Arbeit der Ventile ist von der jeweiligen Motordrehzahl abhängig und sie wird von der Nockenwelle gesteuert. Auf ihr befinden sich die Nocken (kleine Buckel), deren Anzahl der, der Ventile entspricht, die die Ventile entweder direkt oder über so genannte Kipphebel nach unten drücken.
Die Form der Nocken ist so konstruiert, dass sie die Ventile im richtigen Augenblick öffnen. Das Schließen der Ventile besorgen die Ventilfedern, welche beim Ablauf der Nockenwelle die Ventile wieder fest in ihren Ventilsitz zurückdrücken.
So wird erreicht, dass das Kraftstoffgemisch in einem genau bestimmten Augenblick in den Zylinder eintritt und dass später die verbrannten Gase unmittelbar nach dem Arbeitstakt in den Auspuff krümmer gedrückt werden, der jedem Auslassventil nachgeordnet ist.
Die Nockenwelle wird entweder durch eine Kette, einen Zahnriemen oder direkt über Zahnräder (Ritzel) angetrieben. Ihr Übersetzungsverhältnis zur Kurbelwelle ist 1 : 2. Wenn dieses Verhältnis an sich immer gleich bleiben muss, wird bei modernen Motoren aber eine "Verschiebung" der Steuerzeiten - der Zeitpunkt in Winkelgrad gemessen, in dem sich das Ventil öffnet und wieder schließt - durch eine Verschiebung der direkten Verbindung zwischen Kurbelwelle und Nockenwelle hergestellt. Denn: bei niedrigen Drehzahlen wird bei einer anderen Steuerzeit als bei hohen Drehzahlen ein Maximum an Leistung - zur entsprechenden Drehzahl - erzeugt. Die Motorenelektronik steuert diese "Verschiebung" entsprechend der jeweiligen Situation. Bei besonders leistungsstarken Motoren mit sportlicher Auslegung und Mehrventiltechnik sorgen zwei obenliegende Nockenwellen, eine auf der Einlass-, die andere auf der Auslassseite für die Ventilsteuerung.
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