Das Citroën DS3 Cabrio

Citroën DS3 Cabrio – ein Franzose zieht blank... fast

Im März 2013 brachten die französischen Autobauer von Citroen ihr DS3 Erfolgsmodell als Cabrio-Variante auf den Markt, um im Segment der trendigen Lifestyle Automobile, den Rivalen Mini Cabrio und Fiat 500C Konkurrenz zu machen.

Citroën DS3 Cabrio
Das neue Citroën DS3 Cabrio, Foto: Citroën

Doch streng genommen ist der schmucke Franzose gar kein echtes Cabrio, sondern bedient sich ähnlich - wie bei Mini und Co. - eines Faltdachs, um den Sonnenanbetern und Freiluftfreunden zu gefallen. Das Dach verschwindet nicht komplett im Kofferraum, sondern faltet sich an den zwei Längsholmen entlang zusammen. Dementsprechend trifft die Bezeichnung Faltdach-Limousine die Modellvariante eigentlich genauer - aber Cabrio klingt Wohl einfach schicker. Und sofern man den Windabweiser an der Stirnseite des Wagens nicht ausklappt, kommen auch echte Cabrio-Gefühle auf.

Durch die robuste Verarbeitung des Dachs, das aus drei Lagen sowie der Innenverkleidung besteht, kann es auch bis zu einer Geschwindigkeit von 120 km/h innerhalb von 16 Sekunden elektrisch geöffnet werden. Im geschlossenen Zustand ist durch die gute Dämmung erfreulicherweise keine überdurchschnittliche Geräuschbelastung im Innenraum festzustellen. Das Dach bietet zudem Öffnungsvarianten an, bei denen es nur partiell, also z.B. bis zur Hälfte oder bis zur Heckscheibe geöffnet werden kann. So werden dann zum Beispiel bei der „halboffen“ Variante nur Fahrer und Beifahrer mit Frischluft versorgt. Aktuelle Individualisierungstrends werden beim Faltdach des DS3 ebenfalls nicht vernachlässigt, so dass sich vor allem der weibliche Part der Lifestyle-Zielgruppe über eine Palette außergewöhnlicher Verdeckfarben und -muster freuen darf. Vom DS-Monogramm auf Jacquardstoff bis zu Tönen die je nach Lichteinfall die Farbe wechseln ist alles dabei.

Etwas dezenter geht es hingegen beim restlichen Ausstattungskatalog des DS3 Cabrios zu. Dieser lässt nämlich erheblich weniger Spielraum für Individualisten als bei der geschlossenen Limousine. Da Citroen aber lediglich 2.500 Zulassungen pro Jahr für diese DS3-Variante erwartet, ist der Wagen ohnehin vor allem als Appetizer für die restliche DS-Baureihe zu verstehen.

Citroën DS3 Cabrio
Das Faltdach des Citroën DS3 Cabrio, Foto: Citroën

Der Innenraum des Wagens bietet ein schickes und modernes Bild. Die Ausstattung ist mit Klimaautomatik, hochwertigem Hi-Fi-System samt CD-Radio und Bluetooth-Freisprecheinrichtung und Sportsitzen solide. Hier ist vor allem die serienmäßige Einparkhilfe für hinten ein großes Plus, da die Sicht bei komplett geöffnetem Dach, durch den zusammengeklappten Verdeckberg behindert wird. Bei den Armaturen fallen vor allem die sportlichen Rundinstrumente inklusive der großen Röhre mit den Digitalanzeigen ins Auge. Verarbeitung und die Wertigkeit der Materialien können sich sehen lassen und bieten keine negativen Überraschungen. Obwohl das Cabrio als einziges Fahrzeug in seinem Segment als Fünfsitzer beworben wird, findet sich im Fond für große Erwachsene nur bedingt ausreichend Platz. Gerade im Kopfbereich kann es bei geschlossenem Dach durchaus etwas eng werden. Der Kofferraum des Wagens bietet mit 245 Litern hingegen überraschend viel Platz, ist aufgrund der schmalen Öffnung aber nicht ganz so einfach zu beladen.

Das Karosserie-Design des 3,95 Meter langen Citroen DS3 Cabrio unterscheidet sich, abgesehen von Details wie den formschönen Rückleuchten in 3D-Optik, im Wesentlichen kaum von dem des geschlossenen Modells. Der bewusste Verzicht auf einen Umbau zum Vollcabrio beschert dem Citroën DS3 neben den niedrigen Innengeräuschen auch eine verwindungssteife Karosserie, die lediglich 25 Kilo mehr wiegt als die der regulären Stahldach-Variante. Auch bei den Fahrleistungen und dem Verbrauch gibt es nur minimale Abweichungen.

Beim Antrieb bietet der einzige Diesel im Sortiment, der „e-HDi 90“ mit 92 PS Leistung und einem Verbrauch von 3,8 Liter auf 100 Kilometer, die sparsamste Variante. Neben zwei weiteren ebenfalls sparsamen Benzinern ist jedoch der Turbo-Benziner mit 156 PS die temperamentvollste Motorisierung die zudem auch am meisten Spaß macht. In nur 7,5 Sekunden befördert diese den 1221 Kilogramm leichten Wagen von 0 auf Tempo 100, so dass die Höchstgeschwindigkeit von 210 km/h schnell erreicht ist. Der Verbrauch liegt dabei bei im Schnitt bei etwa 7,4 Litern auf 100 km. Bei häufiger Ausnutzung des vollen Leistungspotenzials sind allerdings auch schnell 9 Liter und mehr fällig. Spaß macht auch die Fahrwerksabstimmung des DS3, die in ihrer Klasse durchaus Maßstäbe setzt. Vor allem in der Top-Version zeigt sich diese verbindlich und dennoch komfortabel. Zudem ist im stärksten Citroën DS3 Cabrio ein Sechsgang-Getriebe an Bord, das sich deutlich präziser schalten lässt als die Fünfgang-Box bei den beiden schwächeren Benzinern.

Alles in allem sollte das Citroen DS3 Cabrio durchaus seine Fans finden da es auch im Bereich der Fahrdynamik eine ernste Konkurrenz für den Fiat 500C darstellt. Im Vergleich zum Mini Cabrio hingegen punktet der Franzose mit einem Einstiegspreis von 17.790 Euro für die 82-PS-Dreizylinder Benzinvariante. Das Turbo-Benziner Top-Modell ist dagegen erst ab 23.810 Euro erhältlich.

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