
Volkswagen enthüllt eines der wichtigsten Automobil-Geheimnisse des Jahres: den neuen Golf. Das mit mehr als 26 Millionen verkauften Exemplaren "erfolgreichste europäische Auto" soll in sämtlichen Bereichen verbessert sein. Die europäische Markteinführung des neuen Golf wird im Oktober beginnen; sukzessive folgen Afrika, Asien, Australien und Nordamerika. In Deutschland liegt der Einstiegspreis bei 16.500 Euro. Innovative Motoren- und Getriebetechnologien sollen die Verbrauchswerte um bis zu 28 Prozent senken. Alle Benziner und Diesel erfüllen laut VW die Grenzwerte der künftig geltenden EU-5-Norm.
Assistenzsysteme wie die "automatische Distanzregelung" (ACC), die "adaptive Fahrwerksregelung" (DCC) und der "Park Assist" bringen weitere Top-Technologien an Bord des Golf. Ein neues, im Regelbereich feiner ansprechendes ESP-System, nochmals optimierte Crasheigenschaften, sieben Airbags inklusive Knieairbag, dem Schleudertrauma entgegenwirkende Kopfstützen (WOKS), eine im Golf debütierende "Anschnallerkennung" für den Fond und ein serienmäßiges Tagfahrlicht sollen für ein Höchstmaß an Sicherheit sorgen.
"Wir haben die Kernelemente des Golf in eine präzise, neue Form gegossen", erklärt Walter de Silva. Und der italienische Designchef des deutschen Konzerns unterstreicht: "Der Golf gilt weltweit als Ikone des Automobilbaus. Deshalb ist auch das neue Modell in seiner Architektur und Grafik absolut eindeutig und einmalig." Gleichwohl wirkt der sechste Golf sportlicher und prägnanter als jede Generation der Baureihe zuvor. De Silva: "Er ist akzentuierter, dreidimensionaler als seine Vorgänger; mit exakt definierten Linien und Kanten, mit fein proportionierten Wölbungen und Hohlkehlen." Die Dachpartie ruht jetzt, ähnlich wie beim neuen Scirocco, auf einer dominant herausgearbeiteten Schulterpartie.
Einen erheblichen Beitrag zu den verbesserten akustischen Eigenschaften leisten die erstmals im Golf eingesetzten, besonders leisen TDI-Common-Rail-Motoren. Zwei Ausgleichswellen machen zudem unerwünschten Vibrationen den Garaus. Geplant ist ein TDI-Leistungsspektrum von 66 kW / 90 PS bis 125 kW / 170 PS. Direkt zur Markteinführung wird Volkswagen den Golf mit zwei 2,0 Liter großen TDI anbieten; sie leisten 81 kW / 110 PS und 103 kW / 140 PS. Immer serienmäßig dabei: ein Dieselpartikelfilter (DPF).
Die neuen TDI sind außergewöhnlich sparsam. Der 110 PS starke Diesel gibt sich mit 4,5 Litern Kraftstoff zufrieden (119 g/km CO2) das entspricht einer Verbrauchsreduzierung um 0,6 Liter! Selbst die 140-PS-Version benötigt lediglich 4,9 Liter Diesel auf hundert Kilometern (129 g/km CO2) und damit 0,6 Liter weniger.
Das Spektrum der Benziner bilden in der Startphase vier Varianten mit 59 kW / 80 PS, 75 kW / 102 PS, 90 kW / 122 PS sowie 118 kW / 160 PS. Ab 90 kW / 122 PS kommen TSI-Motoren mit Kompressor- und / oder Turbo-Aufladung zum Einsatz. Fakt ist: Auch die Benziner sind wegweisend sparsam. Die optimierte 80-PS-Einstiegsmotorisierung verbraucht lediglich 6,4 Liter Super auf hundert Kilometern (149 g/km CO2) das sind 0,5 Liter weniger als der Vorgänger. Als Paradebeispiele in Sachen Effizienz setzen sich zudem einmal mehr die TSI-Motoren in Szene: Mit 122 PS verbraucht der neue Golf 1.4 TSI lediglich 6,2 Liter Super (144 g/km CO2); hier ergibt sich ein Verbrauchsvorteil von 0,1 Litern. Selbst die neue 160-PS-Spitzenversion des 1.4 TSI erreicht mit 6,3 Litern einen Spitzenwert. Im Vergleich zum abgelösten 150-PS-FSI, konnte der Verbrauch des 160-PS-TSI sogar um 1,6 Liter gesenkt werden.
Mit Ausnahme der Einstiegsversionen werden alle Benziner und Diesel mit den Volkswagen Doppelkupplungsgetrieben (DSG) kombinierbar sein. Je nach Motordrehmoment kommt dabei ein 6-Gang- oder 7-Gang-DSG zum Einsatz. Im Golf hat das extrem effiziente und agile DSG damit die klassische Wandlerautomatik abgelöst. Wie effizient insbesondere die Allianz aus TSI plus DSG ist, zeigt der Durchschnittsverbrauch des 1.4 TSI mit 160 PS und 7-Gang-DSG: 6,0 Liter (139 g/km CO2). Dieses Hightech-Duo löst den 2.0 FSI mit 150 PS und 6-Gang-Automatik ab. Durchschnittsverbrauch dort: 8,3 Liter. Ersparnis laut Hersteller: 2,3 Liter auf hundert Kilometern, respektive 28 Prozent.