Autoersatzteile aus dem Netz – darauf sollten Sie achten

Kfz-Ersatzteile selbst besorgen: So sparen Sie viel Geld bei der Reparatur

Ob Unfallschaden, Defekt oder Verschleißteil - wenn am Auto eine Reparatur anfällt, kann es schnell teuer werden. Dabei lässt sich viel Geld sparen, wenn man sich persönlich um die Ersatzteile kümmert und zudem selbst Hand anlegt. Wir zeigen Ihnen, wie man bei der Reparatur am eigenen Auto viel Geld sparen kann und worauf Sie beim Kauf von Kfz-Ersatzteilen achten sollten.

Autoreparatur
Wenn eine Autoreparatur ansteht sind die notendigen Ersatzteile ein bedeutender Kostenfaktor, Foto: totojang1977

Ersatzteile selbst besorgen

Ein großer Kostenfaktor bei der Reparatur in einer Fachwerkstatt sind die Ersatzteile. Alternativ kann man diese aber häufig auch selber kaufen und dann von der Werkstatt einbauen lassen. Die Fachzeitschrift Auto Bild demonstrierte in ihrer Ausgabe 04/2012, welche großen Preisunterschiede es bei Ersatzteilen geben kann. Der Redakteur kaufte die Hinterachs-Ersatzteile für seinen Mercedes-Benz 190E selbst und zahlte für die Kfz-Teile rund 300 Euro. In der Werkstatt hätte er rund 500 Euro zahlen müssen.

Wo können Auto-Ersatzteile erworben werden?

Zum einen bietet natürlich jeder Hersteller seine hauseigenen Ersatzteile zum Kauf an. Diese werden meist von Autozulieferern produziert und entsprechen den Bauteilen einer Erstausrüstung. Bestellmöglichkeiten gibt es entweder beim Markenhändler vor Ort, oder auch im Internet. Allerdings gibt es in vielen Bereichen vertragliche Vereinbarungen und Sperrklauseln, die einen Vertrieb durch den Lieferanten verbieten.

Auch unabhängige Internetplattformen bieten verschiedene Ersatzteile für Endkunden an. Dabei handelt es sich sowohl Originalteile als auch um „qualitativ gleichwertige Ersatzteile“, sogenannte Identteile. Bei letzteren sollten Sie natürlich auf ausgewiesene Qualitätskriterien achten. Verschiedene Anbieter wie z.B. autoteileplus.de haben sich auf gebrauchte Autoteile spezialisiert und bieten auch einen Preisvergleich an. Gebrauchtteile sind vor allem dann eine günstige Alternative, wenn es sich um ein Ersatzteil handelt, das nicht dem gewöhnlichen Verschleiß unterworfen ist. Beispiele hierfür sind z.B. Außenspiegel, Fensterkurbeln oder Wischermotoren. Wer sich selbst die Qualitätsbewertung eines Ersatzteiles zutraut, kann derartige Bauteile auch auf dem lokalen Schrottplatz suchen. Hier werden in der Regel brauchbare Teile aus den Autos ausgebaut und nicht selten zu besonders guten Konditionen verkauft.

Vorsicht: Das muss bei eigenen Ersatzteilen beachtet werden

So verlockend die Einsparungsmöglichkeiten auch sein mögen, wer seine Ersatzteile selbst besorgen möchte, der sollte einige Grundregeln beachten. In jedem Fall sollten Sie ihr Vorhaben vorab mit dem zuständigen Mechaniker besprechen. Denn laut Rechtsanwalt André Meyer aus Lingen, kann keine Werkstatt gezwungen werden, mitgebrachte Materialien einzubauen. Hinzu kommen wichtige Änderungen bei der Haftung: Wenn die Werkstatt nur mit dem Einbau, nicht jedoch mit der Beschaffung des Ersatzteiles beauftragt wird, so haftet diese auch nur für die geleistete Arbeit. Das bedeutet im Schadensfall, dass die Werkstatt keine Garantie für das eingebaute Ersatzteil übernimmt, sofern der Grund für den Schaden nicht in einem fehler- oder mangelhaften Einbau liegt. Den Ausbau sowie die eventuellen Folgeschäden trägt dann der Autobesitzer. Andersherum gilt die folgende Regelung: Besorgt die Werkstatt das Ersatzteil und baut es ein, erstreckt sich die Sachmängelhaftung auf die vorgenommene Reparatur und das Ersatzteil. Dennoch prüft eine seriöse Werkstatt die Ersatzteile vor dem Einbau auf ihre Qualität und sollte die Arbeit mit minderwertigem Material zum Zwecke der Verkehrssicherheit ablehnen. Eine transparente Kommunikation zwischen Autobesitzer und Werkstatt ist somit besonders wichtig.

Das richtige Autoersatzteil finden

Laut Arnulf Thiemel vom ADAC-Technikzentrum, ist grundsätzlich nichts dagegen einzuwenden, Ersatzteile selbst zu kaufen. Er verweist unter anderem auf die hohe Ersparnis bei Betriebsstoffen wie Motoröl. Hier seien die Konkurrenzanbieter um bis zu 50 Prozent günstiger. Es muss jedoch beachtet werden, dass die Ware den Vorgaben der Werkstatt und des jeweiligen Fahrzeugherstellers entspricht. Vor allem bei sicherheitsrelevanten Baugruppen, wie Lenkung oder Bremsen ist von fragwürdigen Billigteilen abzuraten. Lassen Sie sich daher beim Kauf ausführlich beraten. Als Faustregel gilt: Bei besonders günstigen Angeboten mit Preisnachlässen von bis zu 70 Prozent sollten die Alarmglocken läuten. Das heißt nicht zwangsläufig, dass jedes günstige Ersatzteil mangelhaft ist, sondern dass hier eine besonders intensive Qualitätsprüfung erfolgen sollte.

Autor: sk

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