Dachbox: Tipps zu Kauf, Montage und Beladung

Darauf sollten Sie bei der Auswahl einer Dachgepäckbox achten

Nicht nur für die Fahrt in den Urlaub ist die Dachgepäckbox eine überaus nützliche Ergänzung zum Kofferraum. Insbesondere für sperrige Ladungen bietet sie zusätzlichen Stauraum. Verschiedene Tests haben jedoch gezeigt: ein Dachbox-Aufbau auch großes Gefahrenpotential bietet. Falsche Beladung oder Montage oder der Kauf einer falschen oder mangelhaften Dachbox, können zu einem Sicherheitsrisiko im Straßenverkehr werden.

Darauf sollten Sie beim Kauf einer Dachbox achten

Dachbox
Eine Dachbox bietet vor allem bei der fahrt in den Urlaub flexiblen Stauraum für sperrige Gegenstände wie z.B. Ski, Foto: Thule

Achten Sie bei der Recherche nach einer geeigneten Dachbox darauf, dass diese für Ihr Automodell konzipiert ist. Lesen Sie hierzu die Herstellerangaben oder fragen Sie im Fachhandel. Ergänzend dazu finden sich im Internet zahlreiche Testergebnisse zu den unterschiedlichen Produkten. Automobilclubs oder Institutionen wie der TÜV, prüfen diese regelmäßig auf Herz und Nieren. Achten Sie bei der Lektüre aber darauf, einen aktuellen Prüfbericht zu Rate zu ziehen.

Bei einer Dachbox lohnt es sich durchaus etwas mehr zu investieren, um die Sicherheit Ihres Fahrzeugs und der Ladung zu gewährleisten. Experten raten in der Regel dazu, Produkte zu Preisen von unter 400 Euro zu meiden, obwohl ein kategorischer Rat ausschließlich auf Basis des Preises schwer geben werden kann. In jedem Fall sollten Sie jedoch selbst prüfen, ob Sie dem verbauten Material vertrauen und ob die Halterungen, mit denen die Dachbox an das Auto montiert werden, besonders verstärkt sind. Da hier beim Bremsen und Beschleunigen große Kräfte wirken, sollte das Produkt an diesen Stellen besonders stabil sein.

Ein weiteres Qualitätskriterium ist die Dichtigkeit. Da eine Dachbox permanent der Witterung ausgesetzt ist, sollten die Dichtungen halten was sie versprechen damit das Gepäck trocken bleibt. Damit verbunden sollte auch der Schließmechanismus eingängig kontrolliert werden. Im Inneren der Dachbox sollten Antirutschmatten befestigt sein, die das Verrutschen von Gepäckstücken vermeiden. Modulare Trennwände, die Sie ganz nach Bedarf platzieren können, sind ein großer Vorteil, um den individuellen Platzbedürfnissen zu entsprechen.

Tipps zur Montage der Deckbox

Jeder Dachbox muss eine entsprechende Montageanleitung beiliegen. Befestigen Sie gemäß dieser Anleitung zunächst den Grundträger an Ihrem Auto. Auf diesen wird dann der Boden und anschließend das Dach der Box aufgebracht. Unterschiede bei der Montage gibt es je nach Fahrzeugtyp: sind abgedeckte Aufnahmepunkte vorhanden oder gibt es eine Dachreling oder eine Regenrinne, an der die Träger angebracht werden müssen? Beachten Sie dabei explizit die Herstellerangaben, da durch eine unsachgemäße Anbringung hohe Risiken für den Straßenverkehr entstehen. Falls Montageelemente verloren gegangen sind, sollten Sie unbedingt von Ersatzteilen „Marke Eigenbau“ absehen. Kaufen Sie die entsprechenden Teile beim Hersteller nach.

Schwere Sachen in den Kofferraum: So beladen Sie eine Dachbox richtig

Überschreiten Sie beim Beladen der Box niemals das zugelassene Maximalgewicht, das meistens bei 75 kg liegt, bei kleinere Boxen jedoch auch schon bei 50 kg seine Grenze finden kann. Häufig werden Dachboxen vor allem mit großen Gegenständen beladen, was schnell zu einer Überladung führt, weil das Gewicht dieser Gegenstände schnell unterschätzt wird. Wiegen Sie daher nach Möglichkeit die einzelnen Gegenstände bevor Sie diese verladen, damit Sie einen Überblick über die Zuladung behalten. Besonders schwere Gegenstände haben in der Dachbox nichts zu suchen, diese sollten sicher im Kofferraum verstaut werden. Zur Erklärung: überhöhtes Gewicht auf dem Dach beeinflusst den Schwerpunkt des Fahrzeugs und wirkt sich somit deutlich auf die Fahrstabilität aus. Auch das Beschleunigungs- und Bremsverhalten werden beeinflusst.

Trennen Sie beim Beladen der Dachbox die Gegenstände in „weich“ und „hart“. Verstauen Sie die weichen Teile im vorderen Teil, so dass diese beim Bremsen als „Puffer“ dienen können. Alle Gegenstände sind zudem möglichst kompakt zu verstauen und nach Möglichkeit zu fixieren, da sie sonst verrutschen und das Fahrzeug zum aufschaukeln bringen können.

Schlussendlich sei erwähnt, dass eine Dachgepäckbox nur temporär auf das Fahrzeug montiert werden sollte. Da durch eine aufgeschnallte Dachbox die Aerodynamik des Fahrzeugs negativ beeinflusst wird, steigt auch der Spritverbrauch. Daher sollten Sie die zusätzliche Staufläche nach dem Urlaub wieder abmontieren.

Autor: gl

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