Auto Glossar P

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Stichwortsammlung Auto - Buchstabe P

Pace Car:
Rennleitungsfahrzeug mit Gelblicht, das sich bei besonderen Notfällen vor den Führenden setzt. Das Feld muss aufschließen, absolutes Überholverbot. Nach Erlöschen des Gelblichts eine weitere Runde hinter dem Pace Car, dann Startfreigabe.
Peiselerrad:
auch das gehört inzwischen schon zur Autogeschichte. Der Ingenieur Peiseler erfand und baute das Rad in Olching (bei München) als Meßrad, es wurde für Geschwindigkeits- und Streckenmessungen hinten an Versuchs- und Testfahrzeuge angehängt. Heute können elektronische Sensoren so etwas viel besser messen.
Passive Sicherheit:
Als passive Sicherheit werden Bauteile, Maßnahmen technische Einrichtungen am Fahrzeug bezeichnet, die im Falle eines Unfall Insassen und auch andere (Fußgänger z. B.) maximal schützen. Passive Sicherheit bieten u.a. die extrem verwindungssteife Sicherheitskarosserie, die computerberechneten Verformungszonen, der integrierte Seitenaufprallschutz, der steife Fahrgastraum und der serienmäßige Airbag für Fahrer und Beifahrer.
Pre-safe:
Pre-Safe nutzt die Zeit vor dem Aufprall, indem es vom Komfort- in den Sicherheitsmodus wechselt. Notwendig sind hier zunächst reversible (elektrisch angetriebene) Systeme. Die konventionellen, pyrotechnischen Systeme werden hingegen erst während des Crashs aktiviert. Dabei wird die für die aktive Sicherheit ohnehin notwendige Sensorik für die passive Sicherheit (etwa die reversiblen Rückhaltesysteme) genutzt. Die Aktivierungskriterien (Trigger) für Pre-Safe sind dabei die Betätigungsgeschwindigkeit des Bremspedals (ausgewertet durch den Bremsassistenten BAS) und Über- oder Untersteuern des Fahrzeugs. Die Maßnahmen umfassen präventive Gurtstraffung / Fixierung der Insassen, Sitzkonditionierung (zum Beispiel Längsverstellung und Aufstellen der Lehne beim Beifahrersitz; Veränderung des Sitzkissenwinkels beim Beifahrer und im Fond) und Strukturkonditionierung (zum Beispiel Schließen des Schiebedachs). Pre-Safe ist ein Sicherheitssystems von Mercedes-Benz.
Pendelachse:
Die einfachste Ausführung einer Querlenkerradaufhängung ist die Pendelachse. Die Zweigelenk-Pendelachse besteht aus jeweils einem Querlenker rechts und links, deren Drehpunkte möglichst nah beieinander in der Fahrzeugmitte angebracht sind, da die Länge der Lenker die Höhe des Momentanzentrums und die Größe der Spurweitenänderung beim Ein- und Ausfedervorgang bestimmt.
Bei angetriebenen Pendelachsen müssen die Dreh-Punkte, bedingt durch das Differenzial, weiter nach außen rücken und die Lenker demzufolge kürzer werden. Eine Verschlechterung der Fahreigenschaften ist die Folge, da sowohl das kurveninnere als auch das kurvenäussere Rad einen positiven Sturz einehmen und drücken jeweils am Drehpunkt die Karosserie in die Höhe. Um bei angetriebenen Pendelachsen diesen Nachteil zu mindern, entwickelte man die Eingelenk-Pendelachse , bei der ein Achsrohr fest mit dem Differenzial verbunden und das andere Achsrohr unter dem Differenzial drehbar gelagert ist. Das Differenzial ist beweglich am Wagenboden aufgehängt. Durch längere Lenker und tief liegenden Drehpunkt ergeben sich geringere Spur- und Sturzänderungen als bei der Zweigelenkpendelachse.
Phaeton:
Die Karosserie der ersten Autos war in ihrer Form einfach von den Pferdewagen übernommen. Die verschiedenen Modelle wurden sogar nach ihren Vorgängern benannt. Das "Landaulet " zum Beispiel hatte, wie der Landauer, ein geschlossenes Abteil für die Fahrgäste und einen Freiluftsitz für den Chauffeur. Die Limousine war ähnlich, doch hier war der Sitz des Fahrers durch eine teilweise Verkleidung gegen die Unbill der Witterung geschützt. Andere, wie der "Tonneau" und der "Phaeton", entsprachen in Aussehen und Bezeichnung offenen Pferdekutschen. Gebaut wurden diese ersten Modelle von Schreinern, die vorher Pferdewagen hergestellt hatten. Die Art der Herstellung war die gleiche, und sämtliche damaligen Wagen waren sehr schwer; sie wogen oft eine Tonne, manchmal sogar zwei. Karosserien wurden auch nach den Wünschen der Kunden gefertigt, denn damals kaufte man beim Konstrukteur des Autos nur das Chassis mit dem Motor, meist ohne sonstiges Zubehör.
Pikes Peak:
ein 4301 Meter hoher Berg in den Rocky Montains auf dem jährlich am Unabhängigkeitstag das Pikes Peak Rennen stattfindet (zweitälteste Rennen in den USA nach Indianapolis). Gefahren wird auf einer ca. 20 km langen Schotter- und Sandpiste ohne Leitplanken.
Plastigage:
dünne Wachsstreifen, die dazu dienen, das Spiel von Lagern und Lagerschalen exakt zu messen.
Prinz Heinrich-Fahrt:
benannt nach dem Prinzen Heinrich von Preußen, der selbst ein begeisterter Autofahrer war und an vielen Rennen teilnahm. Ausgetragen ab 1908. Der Pokal war ein 13,5 kg schweres Auto aus purem Silber. Teilnehmen durften nur viersitzige Tourenwagen, die mit drei Personen besetzt waren. Bereits 1911 wurde die letzte Fahrt ausgetragen, die aber kein echter Wettbewerb mehr war, sondern eine touristische Tour.
Pulverlöscher:
Feuerlöscher.
Phosphatierbad-Recycling
Vor dem Lackieren müssen Metallwerkstücke phosphatiert werden, wobei Chemikalien ins Abwasser gelangen. Beim Phosphatierbad-Recycling wird das Phosphatierbad in ein Chemikalienkonzentrat und Wasser aufgetrennt. Die Rückführung des Konzentrates in das Phosphatierbad und die Wiederverwendung des gewonnenen Wassers zum Spülen der Karosserien verringern den Verbrauch von Abwasser, Frischwasser und Chemikalien.
Physiologische Klimaanlage
"Intelligentes" Klimaanlagensystem, das mit Hilfe zahlreicher Sensoren während der Fahrt kontinuierlich Luftgeschwindigkeit, Feuchtigkeit sowie die Strahlungswärme der Sonne überwacht, um daraus die optimalen Temperaturwerte im Innenraum des PKW zu errechnen und automatisch einzustellen.
Plattformstrategie
Die Plattform stellt eine Einheit dar, die keinen Einfluss auf die Außenhaut des Fahrzeuges hat, d. h. ein Chassis inklusive der inneren Radhäuser. Sie besteht aus verschiedenen Funktionsgruppen (z. B. Aggregat, Schaltung, Bremsanlagen). Möglichst viele Fahrzeuge auf einer Plattform zu bauen (Plattformstrategie) wirkt sich zeit- und kostenoptimierend aus.
Primärenergiebedarf
Menge an Energie, die für die Herstellung und Nutzung eines Fahrzeugs sowie für die Aufbereitung des notwendigen Treibstoffs verbraucht wird.
PROMETHEUS
Von der deutschen Automobilindustrie initiiertes Verkehrsprogramm (1986-1994), zu 50% national gefördert vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie (BMFT), in dem Konzepte und Lösungen erarbeitet wurden, die den Verkehr in Europa mit Hilfe elektronischer Hochtechnologie (Ansatzpunkt Fahrzeugführung) sicherer, wirtschaftlicher, umweltfreundlicher und komfortabler machen sollen.
Pleuel/Pleuelstange:
das Verbindungsglied der sich drehenden Kurbelwelle zu dem sich geradlinig bewegenden Kolben. Der kleinere Pleuelkopf hat eine Bohrung, über die das Pleuel mit dem Kolben verbunden wird. Unten ist die Pleuelstange geteilt, der Pleuellagerdeckel kann abgeschraubt werden, anders ist eine Verbindung zur Kurbelwelle nicht möglich.
Puddings:
Die in den Türen eingebauten Paddings (pad, engl.: Polster, Kissen) absorbieren einen Teil der Aufprallenergie bei einem Crash. Sie zählen somit zu den weiteren Maßnahmen für die passive Sicherheit eines Fahrzeugs.
Pyrotechnische Gurtstraffer:
Der Sicherheitsgurt muss bei einem Unfall die Insassen möglichst früh abfangen und daher straff anliegen. Durch die Kleidung der Insassen und die weiche Aufrollautomatik ist dies nicht immer der Fall. Diesen Effekt nennt man Gurtlose. Pyrotechnisch ausgelöste Gurtstraffer kompensieren die Gurtlose, indem sie beim Aufprall den Gurt straffen.
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