Auto Glossar R

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>Stichwortsammlung Auto - Buchstabe R

Regionalklassen:
Die Versicherungen notieren penibel, in welchen Städtenund Gebieten sie wie viel zur Regulierung von Schäden ausgeben. Das passiert getrennt nach Haftpflicht, Voll- und Teilkasko. Prinzip: Eine Gegend, in der besonders viele Wildunfälle passieren oder besonders häufig Autos gestohlen werden, wird in der Teilkasko in eine hohe und teure Regionalklasse eingestuft.
Radaufhängungen:
Die Aufgabe der Radaufhängung, früher sprach man hier von der Achse, ist das Rad - besser: den Radträger - beweglich mit der Karosserie - und diese somit mit der Strasse - zu verbinden. Dass hier eine "bewegliche" Verbindung geschaffen werden musste, war bereits Carl Benz klar, denn er nahm zum Einbau seiner Standuhr auch einen bereits blattgefederten Reiterwagen und keine Pferdekarre, nur heute reicht auch diese Art der Radaufhängung nicht mehr aus, um den Bedürfnissen des Autofahrers gerecht zu werden. Die Radaufhängung an sich sind die "Streben oder Lenker", die das Rad mit der Karosse verbinden. Sie stellen jedoch nur mit der Feder und dem Dämpfer die Einheit Radaufhängung dar. Im Laufe der Zeit hat sich die von ihrer Bauart einfachste Konstruktion der Starachse mit Blattfeder im PKW-Bereich verabschiedet, da ihre Nachteile, Springen der Räder, ungenaues Lenkverhalten, eine Tendenz zum Flattern und ihr großes Gewicht (ohne Aufhängung), nicht zeitgemäß waren.
Bereits ende der Dreißigerjahre begann sich die Einzelradaufhängung an den Vorderrädern durchzusetzen. Dreißig Jahre später wurde sie im PKW-Bereich auch auf der Hinterachse eingebaut. Bei der Einzelradaufhängung ist jedes Rad einzeln mit der Karosserie verbunden. Dies vermindert das Springen der Räder, Lenkungsflattern wird ausgeschlossen und der Anteil des nicht aufgehängten Gewichts verringert sich.
Ein weiterer Vorteil von Einzelradaufhängungen mit gegliederten Lenkern liegt in ihrer anpassungsfähigen Radgeometrie und der Fähigkeit, elastischere Federn aufnehmen zu können. Aufhängung mit übereinander angeordneten Dreieckslenkern und Drehstäben.
Radsensoren:
Radsensoren messen die Drehzahl der einzelnen Räder. Sie sind deshalb Bestandteil und wichtigste Voraussetzung für Antiblockiersysteme, der Traktion und der Stabilitätskontrolle eines Fahrzeugs.
Reifen:
Der Fahrkomfort eines Autos wird nicht nur durch Federn und Stoßdämpfer Gewähr leistet, sondern gute Sitze und ganz besonders die Reifen sind für eine erschütterungsfreie Fahrt wichtig. Wer jemals Gelegenheit hatte, in einer alten Pferdekutsche aus dem vorigen Jahrhundert zu fahren, dem wird der Vorteil der modernen Reifen schnell deutlich. Die ersten Motorwagen hatten anfangs Eisenreifen, später verkleidete man die Reifen mit einem massiven Gummireif. Die Fahrgeräusche wurden dadurch zwar erheblich reduziert, doch die Bequemlichkeit der Fahrgäste war damit nicht großartig verbessert. 1888 erfand der Schotte J. B. Dunlop die luftgefüllten Schläuche, zunächst für Fahrräder. Um bei Reifendefekt den Schlauchwechsel zu erleichtern, führten die Brüder Michelin 1906 Autoreifen auf den noch heute zum Teil gebräuchlichen Felgen ein. Moderne Reifen sind in Radialbauweise ("Gürtelreifen") hergestellt. Fast ausschließlich werden sie schlauchlos ausgeführt. Sie tragen nach amerikanischen und europäischen Normen vorgeschriebene Kennzeichnungen, die über Bauart, Größe, Belastungsfähigkeit, Alter und Hersteller Auskunft geben. Laufrichtungsgebundene Reifen sind auf Grund der Profilgestaltung nur für eine Laufrichtung vorgesehen. Reifenwechsel sind aus diesem Grund nur von vorn nach hinten zulässig, nicht von links nach rechts. Die Reifen beeinflussen entscheidend das Fahrverhalten der Fahrzeuge und damit Ihre Sicherheit. Ganz gleich, was Ihnen Werbung von oder über Reifen verspricht: Jeder Reifen ist an absolute physikalische Grenzen gebunden. Kein Regenreifen zum Beispiel ist in der Lage, das Wasser auf der Straße ungeschehen zu machen, Schnee oder Eis zu normalen Straßen umzuwandeln. Deshalb passen Sie Ihre "Gangart" immer den Gegebenheiten an. Durchdrehende Räder sollten der Formel 1 vorbehalten bleiben. Mit normaler Belastungen der Reifen verhindert man die vorzeitige Abnutzung des Profils und verlängert deren Haltbarkeit. Bordsteinkanten sollten in einem sehr stumpfen Winkel angefahren werden. Wer allz zügig den Bordstein hochfährt, riskiert eine Delle im Reifen und setzt damit die Verkehrssicherheit seines Fahrzeugs aufs Spiel. Ebenso ist ein falscher Reifendruck - neben der Verschlechterung der Fahreigenschaften und damit der eigenen Sicherheit - auch für den vorzeitigen Verschleiß des Reifenprofils verantwortlich. (weitere Infos zu Reifen)
Reifenkennzeichnung:
Aus der Kennzeichnung der Fahrzeugreifen sind folgende Werte abzulesen: z.B. 195 / 50 R 15 82 V
195 = Reifenbreite in mm
50 = Verhältnis Höhe zu Breite (hier also 97,5 mm)
R = Radialbauweise (Gürtelreifen)
15 = Reifeninnendurchmesser (Felgendurchmesser) in Zoll
82 = Load- Index (LI = Tragfähigkeit in kg)
V = Speed-Index ( Geschwindigkeitssymbol)
Weitere Bezeichnungen
<(Rotation) = Die Laufrichtung bei laufrichtungsgebundenen Reifen
M+S = Wintereinsatz geeignet
E4 = Der Reifen erfüllt die europäische Norm
(037<) = Produktionsdatum ( 03= Woche 7=Jahr)
( < steht für 90 er Jahre ohne für 80 iger Jahre)
oder -- = Diagonalbauweise
Tubeless = Schlauchlos
Tube Tyre = Mit Schlauch
Reinforced (rf) = Verstärkt
Rückhaltesystem:
Beim Rückhaltesystem sorgt der Gurtschlossstrammer dafür, dass bei einer Kollision der Gurt deutlich fester anliegt. In Sekundenbruchteilen wird das Gurtschloss zurückgezogen, Schulter- und Beckengurt werden dadurch gleichzeitig gestrafft. Die Submarining-Stütze ist eine keilförmige Ausformung im vorderen Teil des Sitzes. Sie ergänzt die Wirkung des Gurtschlossstrammers und des Gurtklemmers und trägt ebenfalls dazu bei, dass Fahrer und Beifahrer nicht unter dem Beckengurt hindurchrutschen können.
Reifenlagerung:
Werden Reifen achtlos in irgendeiner Ecke abgestellt, kann das ihr vorzeitiges "Aus" bedeuten. Richtig machen Sie es so: Vor dem Abnehmen der Reifen die Laufrichtung und die Position markieren: VR = vorne rechts, VL = vorne links, HR = hinten rechts, HL = hinten links. Splittreste aus den Profilrillen entfernen. Einen trockenen, kühlen und dunklen Lagerraum wählen. Benzin, Öl, Fett oder Chemikalien sind Gift für die Reifen. Reifen auf Felgen liegend stapeln - am besten auf einer flachen Holzpalette. Reifen ohne Felgen senkrecht stellen und von Zeit zu Zeit drehen.
Reifenschäden:
Moderne Reifen sind zwar als High-Tech-Produkte belastbar, aber sie sind natürlich nicht gegen im Gebrauch zugefügte Beschädigungen gefeit (z.B. durch unsachgemäßes Überfahren von Bordsteinkanten). Es kommt dann leicht zu schleichendem Luftverlust, zum Anrosten der Stahldrähte im Gürtel oder gar zum Ablösen der Lauffläche. Und das ist - vor allem bei hohen Geschwindigkeiten - überdurchschnittlich gefährlich. Deshalb sollten Sie sich die kleine Mühe machen, Ihre Reifen von Zeit zu Zeit genau anzusehen oder durch einen Fachmann ansehen zu lassen. Verdächtige Zeichen sind Schnitte, Risse, Beulen oder herausgebrochene Profilstücke. Natürlich auch eingedrungene Fremdkörper wie etwa Nägel. Denken Sie bei der Kontrolle auch daran, daß der Reifen eine Innenseite hat, die Sie selbst so gut wie nicht inspizieren können. Fragen Sie lieber den Reifenfachmann, der Ihnen sagen kann, ob ein sofortiger Austausch notwendig ist oder nicht. Sehr häufig kann man unregelmäßige Abnutzung der Laufflächen beobachten. Das ist immer ein Alarmsignal. Die Ursachen dafür liegen meist beim Fahrwerk oder bei der Lenkung. Aber auch die Bremsen oder eine Unwucht des Rades können eine solche Erscheinung auslösen. Führen Sie Ihren Wagen in solchen Fällen sofort einem Fachmann vor. Wird nämlich die Ursache nicht festgestellt und behoben, sind auch die neuen Reifen schon bald wieder kaputt. (siehe auch Reifencheck)
RDS-TMC - Radio Data System - Traffic Message Channel
Weiterentwicklung des vom Autoradio empfangenen Verkehrsfunks; ermöglicht dem Fahrzeugnavigationsrechner, aktuelle Verkehrsdaten zu berücksichtigen.
Rekuperation
Rückgewinnung von elektrischer Energie beim Bremsen.
Reststoffverbrennung
Nutzung von Produktionsabfällen wie z. B. Lackgranulat, Altöl oder Altreifen für die Energiegewinnung.
Rollenschlepphebel
Rollengeschleppte Ventilsteuerung; Zwischenstück (Abnehmer) zwischen Nockenwelle und Ventil; macht aus einer Kurvenbewegung eine lineare Bewegung.
Rollwiderstand:
Durch die Verformung (Walkarbeit) des Reifens entsteht Rollwiderstand. Konstruktionsziel ist es, einen möglichst geringen Rollwiderstand und somit einen geringeren Benzinverbrauch zu erreichen.
Radiator oder Wärmetauscher:
alle Aggregate mit deren Hilfe Wärme von einem System zu einem anderen übertragen wird, z.B. der Kühler, der das im Motor erhitze Kühlwasser aufnimmt und abkühlt.
Radnabenmotor:
in die Radnabe eingebauter Elektromotor zum Antrieb des Fahrzeuges. Ferdinand Porsche experimentierte als erster im Autobau damit (Lohner-Porsche). Heute nur noch bei Elektroautos und Weltraumfahrzeugen zu finden.
Rahmen:
in den frühen Zeiten des Autobaus das Bindeglied zwischen Chassis und Aufbau und das wichtigste Element zur Stabilisierung und Versteifung des gesamten Automobils. Rahmen wurden aus Holz oder Metall gebaut. Längs- und Querprofile moderne Karosserien werden heute noch als Rahmen bezeichnet. Echte Rahmenbauweise hat heute nur im Bau von Nutzfahrzeugen und Anhängern eine Bedeutung. Beim Lastkraftwagen oder Anhänger sorgt der Rahmen für die Stabilität und Aufnahme der Aufbauten.
Rallye:
Als Urahn gilt heute die Rallye Monte Carlo, die erstmals 1911 als eine Art Sternfahrt (der Begriff Rallye ist aus der Pfadfindersprache übernommen worden und bedeutet ein Zusammentreffen, bei dem die Teilnehmer sternförmig einem gemeinsamen Ziel zustreben) ausgetragen wurde. Bei der ersten Rallye Monte Carlo wurde der Begriff erstmals für eine Motorsportveranstaltung benutzt, obwohl es vorher ähnliche Fahrten gegeben hatte, z.B. die Österreichische Alpenfahrt von 1910, die Herkomer-Fahrten, die Prinz Heinrich-Rennen und Langstreckenrennen wie Peking - Paris). Rallyes werden immer auf öffentlichen Straßenstrecken oder im Mix mit speziellen Rennstrecken und Geländestrecken gefahren.
Replica:
der Nachbau eines Oldtimers oder klassischen Autos. Es gibt originalgetreue Einzelanfertigungen und Anfertigungen in Kleinserie (z.B. Panther und Excalibur). Bei der Kleinserienfertigung werden meistens die Karosserien detailgetreu nachgebildet, den heutigen Vorschriften angepasst und auf moderne Fahrwerke gesetzt, unter der Haube arbeiten ebenfalls moderne Motoren.
Riverside:
amerikanische Rennstrecke in den San Bernadino Mauntains, ca. 100 km östlich von Los Angeles. 1957 eingeweiht. Auf der 5,2 km langen Strecke werden zahlreiche Sportwagenrennen ausgetragen.
Ritzel:
ein kleines Zahnrad.
Restwert:
Zur Definition des Restwertes hat der BGH bereits am 04.06.1993 entschieden, dass der Geschädigte bei Ausübung der Ersetzungsbefugnis des § 249 Abs. 2 BGB die Veräußerung seines beschädigten Kraftfahrzeugs grundsätzlich zu demjenigen Preis vornehmen darf, den ein von ihm eingeschalteter unabhängiger Sachverständiger als Wert auf dem allgemeinen Markt ermittelt hat. Auf höhere Ankaufpreise spezieller Restwertaufkäufer muss der Geschädigte sich in aller Regel nicht verweisen lassen.
Den Restwert ermittelt ein unabhängiger Sachverständiger unter Berücksichtigung des konkreten Schadenbildes und regionaler Marktgegebenheiten. (siehe auch BVSK -Restwertrichtlinie)
Roadster:
ursprünglich war ein Roadster immer ein zweisitziger Wagen ohne Verdeck oder mit Faltdach und steckbaren Scheiben, später kamen Modelle mit Hardtop (nachträglich aufsetzbares Dach aus Stahlblech oder Kunststoff) und zwei Notsitzen hinten auf. In den USA werden Roadster auch als Raceabout, Runabout und Speedster bezeichnet.
Rotes Kennzeichen:
inzwischen gibt es mehrere, z.B. 07er-Nummern für Youngtimer, 06er Nummern für Händler und Überführungsfahrten. Siehe auch Zulassung.
ROZ:
Research-Oktanzahl. Ist die Maßeinheit für die Klopffestigkeit des Kraftstoffes beim Beschleunigen.
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